Über 90 Jahre Experimentalfunk in Wismar

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"Funk(en)"stationen bei Telefunken 1903/1904

1904 ist man (Telefunken) überzeugt, dass "... die Uebertragungsweite für drahtlose Nachrichten (…) im Wesentlichen durch die Grösse der zur Ausstrahlung und zur Aufnahme der elektrischen Wellen benutzten Luftleitergebilde bedingt - im äussersten Falle Trichtergebilde von gewaltigen Türmen von 60m und mehr aufrechtgehalten. Je grösser diese Gebilde sind, um so grösser muss auch die Energiequelle sein, welche die zur Ausstrahlung notwendige elektrische Energie in einem solchen Gebilde liefert."

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So zeigt das Foto (https://www.cdvandt.org/Tel-Buch-1919-Kapitel-1.pdf hintere Umschlagseite) die Antennenanlage der Telefunken-Versuchsstation im Kraftwerk Oberspree der AEG, damals noch "...14 km von Berlin entfernt, im Vororte Oberschöneweide gelegen." An vier Schornsteinen (70m hoch) hängt ein nach unten hin trichterförmiges Drahtgebilde, welches aus ca. 100 einzelnen Luftleitern besteht. Dem Kraftwerk wird ein Wechselstromenergie von ca. 15 kW entnommen. Diese Wechselspannung wird auf 50 kV transformiert und damit ein Erregersystem gespeist. Die mit einer "...Frequenz der Funkenentladungen von 900 000 per Sekunde" (also 900 kHz) hervorgerufenen Schwingungen erregen dann o.g. Luftleitergebilde... Versuche im Jahr 1903 lieferten Funkverbindungen bis Fehmarn und Karlskrona (Schweden). Man ging von "sicheren" Entfernungen von 1200 km aus, aber man hatte auch erfahren, dass die "...Uebertragungsweite für zwei Stationen nicht eine gleichbleibende ist, sondern wesentlich von der Beschaffenheit der Atmosphäre abhängt."

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Ausstattung des Elektrotechnischen Laboratoriums

   Diese tollen Lehrmodelle sind es in Wismar leider nicht... 

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Telefunken hatte eine extra Produktionsstrecke für Unterrichtsmodelle und Demonstrationsanlagen für Bildungseinrichtungen aufgelegt.

 

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Wismars Kurzwellensender um 1928

Widmen wir uns mal den Senderöhren, um eventuell Rückschlüsse auf die im Wismarer Labor 1928 verwendeten zu ziehen. Die Gestalt und Größe der Glaskolben deuten auf die RS 19 oder …

 

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... RS 31 hin. Unter Auswertung der technischen QSL-Angaben dürfte es eine RS19 sein.

Die RS 19 ist eine luftgekühlte Sende-röhre für 175 Watt in den Abmaßen 60 x 300 mm aus „Thüringer Glas“ und zwischen 1917 und 1921 entwickelt. (Heizung 14V bei 4,8A).

Zum Vergleich:

Das „Technisch-Physikalische Institut“ am Helmholzweg 6 in Jena (eK4AAL) verwendete im September 1927 die 6cm kleinere RS 17; diese dafür 2mal.

Übrigens auf der QSL mit dem Verweis auf „…times of working:“ [1]

 http://www.tubecollection.de/ura/rs.htm

Der Einsatz von „richtigen“ Senderöhren (die RS-Serie) war Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre, sicher aus Kosten- und/oder Zugriffsgründen, nur in „größeren“ Einrichtungen vorzufinden. Bei Privatpersonen und reinen (Amateur-)Funkvereinen kam lediglich die RE-Serie (eigentlich als Empfängerröhren entwickelt) zum Einsatz.

In eigener Auswertung dutzender historischer deutscher QSL-Karten aus dieser Zeit, waren aus dieser Serie häufiger vertreten die RE 97, RE 134, RE 209 und relativ oft auch die RE 504. Damit war quasi „nur“ QRP-Betrieb möglich; mit einer einzelnen Röhre lag man generell bei < 10 Watt. In einigen wenigen QSL wurden Endstufen mit 2 x RE 504 ausgewiesen und so 15… 20 Watt beschrieben.

Im Vergleich dazu präsentierte die Wismarer Versuchsstation zur gleichen Zeit bereits lt. der historischen QSL von eK4ABK eine moderate Sendeleistung von 100 Watt (Input), die dann spätestens 1933 als D4ABK verdreifacht angeboten werden konnte.


[1] QSL eK4AAL vom 26.09.1927 /QSL-Collection Gérard Debelle/F2VX  Responsable du Service Historique du REF

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KW-Antennen über Laboratorium Baumweg

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Geschichte der Telekommunikation